Praktikum

Eine Woche im Laden

Wir freuen uns immer über interessierte Schüler*innen, die ihr Betriebspraktikum bei uns machen wollen. Gerade bei einem Kurzzeitpraktikum (nicht länger als 5 Tage) lässt sich dies relativ unbürokratisch realisieren.

Marc ist mittlerweile schon unser zweiter Praktikant. Aufgrund der Pandemie hatte sich sein Praktikum vom 9. ins 10. Schuljahr verschoben und wurde auf 5 Tage verkürzt. Dennoch hoffen wir, ihm einen guten Einblick in unsere Arbeit und unser Ladenkonzept gegeben zu haben. Zum heutigen Abschluss berichtet Marc hier selbst:

Mein Praktikum im Unverpackt-Laden groß & KLEIN

Hallo, ich heiße Marc und bin 15 Jahre alt. Ich nutze he/him bzw. er/ihm als Pronomen. Ich gehe auf die Friedrich-Albert-Lange Gesamtschule in Solingen-Wald. Ich besuche zur Zeit die zehnte Klasse und mache daher jetzt ein einwöchiges Praktikum im Unverpackt-Laden in Solingen-Ohligs.

Darauf gekommen, hier im Laden mein Praktikum zu machen, bin ich über meine Mutter, die hier gelegentlich einkauft. Zudem habe ich mir überlegt, was mir wichtig ist und was mich interessiert.

Da ist mir das Konzept des Unverpackt-Ladens ins Auge gesprungen. Zum einen natürlich auf Grund des Umwelt-Aspekts, weniger Müll zu produzieren. Zum anderen finde ich es auch einfach spannend, wie hier so alles funktioniert und wie man es managen kann, dass so ein Laden gut läuft.

Besonders gut gefällt mir das Bewusstsein der Kunden, dass es für jeden einzelnen wichtig ist, darauf zu achten, wie viel Müll man produziert und so seinen eigenen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Zudem muss ich auch einfach sagen, dass die Kunden alle sehr freundlich sind und auch Verständnis haben, wenn ich als Praktikant etwas noch nicht weiß oder etwas langsamer an der Kasse bin.

Auf der einen Seite finde ich es auch einfach erstaunlich, wie gut die Arbeit hier funktioniert, da jeder seine Aufgabe hat und eine Hand in die andere greift. Nicht nur direkt beim Auffüllen und Einkauf, sondern auch schon vom Lagerbestand oder den Lieferanten bis zu uns und dann letztendlich dem Weiterverkauf. Auf der anderen Seite macht es mir auch einfach Spaß, mit den Kunden zu interagieren und ihnen das bewusste Einkaufen näher zu bringen.

Auch die Zusammenarbeit mit Stefanie und Patrick macht mir großen Spaß. Die beiden gestalten den „Arbeitsalltag“ sehr entspannt und lustig. Die beiden zeigen einem alles und beantworten jede noch so kleine Frage verständnisvoll, sodass ich einen wirklich guten Einblick in den Alltag hier im Unverpackt-Laden bekomme.

Überrascht hat mich, dass gerade die Kinder, die in Begleitung ihrer Eltern oder anderer Personen in den Laden kommen, einfach Freude daran haben, Produkte selbst abzufüllen und so schon in jungem Alter ein Bewusstsein für ihren Verbrauch und Einkauf entwickeln. Es ist einfach schön zu sehen, dass die Kinder daher gerne in den Laden kommen, die Sachen durchstöbern und auch mal kleine Mengen von etwas Neuem, was sie vielleicht noch nicht oft gegessen haben, probieren können, ohne dass sie zuhause direkt Unmengen an verpackten und neuen Sachen stehen haben.

Zudem finde ich es auch einfach sehr angenehm, dass man hier auch immer wieder Möglichkeiten hat, neue Sachen auszuprobieren. Mich persönlich als Veganer freut es zu sehen, wie viele Auswahlmöglichkeiten es gerade in der pflanzenbasierten Ernährung hier im Bio-Unverpackt-Laden gibt, so können auch Nicht- Veganer etwas neues ausprobieren und testen.

Im Allgemeinen bestand mein Arbeitstag darin morgens alles sauber zu machen und anschließend zu kontrollieren, ob alle Produkte noch aufgefüllt sind und wenn nicht, diese aus dem Lagerbestand nachzufüllen. Sobald die ersten Kunden kommen versuche ich Kunden, die sich mit dem Konzept des Unverpackt-Ladens noch nicht auskennen, dies zu erklären und bei Fragen oder Schwierigkeiten zu helfen. Auch zwischendurch sehe ich immer mal wieder nach den benutzen Hilfsutensilien zum Abfüllen, sorge dafür dass sie in der Spülmaschine gespült werden oder fülle bereits verkaufte Sachen neu auf. Wenn im Laden gerade nicht so viele Kunden sind, durfte ich auch mal die Kasse bedienen und mir so auch praktische Erfahrungen hinter der Verkaufstheke aneignen.
In der Zwischenzeit – wenn der Kundenandrang gerade nicht so groß ist – habe ich Zeit durch den Laden zu kehren oder Kartons in denen die Waren in den Laden kommen im Lager zu verstauen.
Den gesamten Arbeitstag über versuche ich zu unterstützen und bei allen anfallenden Aufgaben zu helfen. An einem Tag konnte ich bei der Produktion von Raw Bites mithelfen.

Ich denke aus diesem Praktikum kann ich einiges mitnehmen, zum einen das Verständnis für das Konzept des Unverpackt-Ladens und zum anderen ein Gespür für meinen eigenen Konsum und bewussten Umgang mit Lebensmitteln.

Ich danke Stefanie und Patrick sehr dafür, dass sie mir die Möglichkeit eines Praktikums bei ihnen gegeben haben, es hat mir sehr viel Freunde gemacht.

Und wir danken dir für deine Neugierde und dein Engagement.
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