Ein Rück- und Ausblick

Steffis veganer Juli

Wer unserem Laden auf Instagram folgt, hat es mitbekommen. Im Juli habe ich mich vegan ernährt und unter dem Hashtag #steffisveganerjuli im Netz berichtet.

Eigentlich sollte der Juni bereits vegan sein, aber da ich mich überhaupt nicht vorbereitet hatte (Bücher wälzen, Rezepte raussuchen, einkaufen), wurde es erst einmal vegetarisch.

Der Juni

Obwohl ich bis dahin noch nicht einmal Vegetarierin war, gestaltete sich der Juni völlig unauffällig. Tatsächlich verzichtete ich gefühlt auf nichts und musste lediglich bei Besuch aufpassen, dass ich nicht aus Versehen etwas mit Fisch oder Fleisch erwischte. Wie gesagt, vegetarisch zu essen war eigentlich keine Umstellung, da wir sowieso so gut wie kein Fleisch bzw. Wurst mehr essen.

Der Juli

Dank verschiedenster Kochbücher – hier kann ich meine bibliophile Vergangenheit nicht leugnen – und diversen Anregungen auf Instagram – mein Rezepte-Ordner dort enthält mittlerweile über 200 Rezepte – konnte ich im Juli dann ganz entspannt loslegen.

Seit einem Monat erobere ich mir also ein Stück weit die Küche zurück. Nicht dass sie mir bislang verwehrt gewesen wäre, aber tatsächlich gibt es so viele gute Köche in meiner Familie, dass ich bislang nie einen Anlass sah, mich auch noch dort zu betätigen. Zumal man – in diesem Fall eher frau – gerne mit sehr vielen und gut gemeinten Ratschlägen versehen wurde.

Mit der veganen Küche besetze ich allerdings seit einem Monat ein bislang noch relativ unberührtes Terrain. Nun schaut man mir eher interessiert über die Schulter und lässt mich meine eigenen Erfahrungen sammeln. Ich mag das sehr. Nichts erlernt man besser als wenn man es selbst tut, Versuch macht eben klug, Rückschläge tun ihr Übriges.

Die weiteren Aussichten

Heute geht mein veganer Monat zu Ende, und im Laden wie im Netz werde ich gefragt, ob ich weitermache. Die Antwort ist einfach: JA. Ich habe mich noch nicht ansatzweise durch die tollen Rezepte meiner Bücher gearbeitet. Es macht mir Spaß festzustellen, dass ich eine gar nicht so schlechte Köchin und Bäckerin bin, sogar improvisiert (etwas, was ich in der Küche eigentlich nie mache) habe ich schon. Über Tierwohl und den eigenen CO2-Fußabdruck brauchen wir erst gar nicht zu sprechen. Und last but not least schmeckt es einfach richtig gut. Es gibt viele Gründe weiter zu machen.

Vermutlich werde ich ab August nicht mehr so streng sein. Wir haben eigene Hühner, und ich werde sicher wieder das eine oder andere Ei essen und auch bei Einladungen mal ein veganes Auge zudrücken. Aber ein Zurück in alte Gewohnheiten wird es nicht geben. Ich fühle mich gut, habe in den zwei Monaten drei Kilo abgenommen und so viel Freude daran, euch hier (die ersten Rezepte sind ja schon verbloggt) und in den sozialen Medien auf meinem Weg mitzunehmen und vielleicht sogar ein wenig anzustecken. Wenn ich das schaffe, könnt ihr das erst recht!!

Und hier noch ein paar empfehlenswerte Bücher, Webseiten und Instagram-Accounts, die ihr euch mal ansehen solltet:

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