Alles teurer?

Nimm das Inflation!

„Alles wird teurer!“, aber trifft das auch auf unser Sortiment zu? Ich habe unsere Preise mal mit denen aus August 2021 verglichen. Kleiner Spoiler: Nein, es wird nicht alles teurer!

 „Wir befinden uns im Jahre 2022 nach Christus. Ganz Gallien (Deutschland) ist von den Römern (Inflation) besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf (unser Laden) hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten.“

Nein, Patrick und ich sind nicht Asterix und Obelix und die derzeitigen Preiserhöhungen auch nicht halb so lustig, wie die Asterix-Comics, dennoch fiel mir dieser einleitende Satz ein als ich vor einiger Zeit über einen Beitrag von @rosakochtgruen auf Instagram stolperte. Dort hatte die Food-Bloggerin die Daten des Statistischen Bundesamtes über die Preissteigerungen für Lebensmittel (Juni 2021 – Juni 2022) grafisch aufgearbeitet (siehe Foto). Mein Bauchgefühl sagte mir gleich, dass diese Prozentzahlen (z. B. + 85,3 % Preissteigerung für Speiseöle) für unsere Produkte nicht annähernd zutreffend sein können.

Also nahm ich mir die Zeit, die Preise der Bons von August 2021 mit den gerade aktuellen Preisen im Laden zu vergleichen. Mein Eindruck hat mich nicht getäuscht.

Hier die Preissteigerungen bzw. Senkungen der letzten 12 Monate:

  • Bei den Bio-Speiseölen (Brat-Öl, Sonnenblumenöl, Raps-Öl) konnten wir unsere Preise halten, das Sonnenblumenöl ist sogar günstiger. ➡️ – 3,5 %
  • Auch die Bio-Mehle (Weizen Type 550, Dinkel Type 630, Roggen Type 1150) haben den Preis gehalten, Weizenmehl wurde sogar etwas günstiger. ➡️ – 4,6 %
  • Unsere Bio-Eier kosten dasselbe wie letztes Jahr. ➡️ +/- 0 %
  • Den Bio-Kaffee, Bio-Tee, Bio-Kakao müssten wir eigentlich getrennt anschauen, denn der Kaffee ist zwar um 16 % teurer geworden, gleichzeitig wurde der Tee aber im Schnitt um 25 % günstiger. Kakao kostet dasselbe
  • Beim Bio-Reis (Parboiled, Weißer Basmati, Milchreis) sind die Preise ebenfalls stabil, lediglich der Milchreis wurde etwas teurer. ➡️ + 2 %
  • Auch das Bio-Trockenobst (Aprikosen, Feigen, Cranberries) ist im Preis gleich geblieben. Die Aprikosen sogar günstiger, weil wir größere Gebinde einkaufen. ➡️ – 12,5 %
  • Auch bei den Bio-Nüssen und Saaten (Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Kürbiskerne) gibt es wenig und dann positive Veränderungen. Mandeln und Kürbiskerne sind günstiger geworden. ➡️ – 7,1 %

Fazit: Meine Statistik ist weit davon entfernt, nur annähernd so akkurat zu sein wie die des Statistischen Bundesamtes. Dennoch zeigt sie die Tendenzen klar auf. Wir versuchen weiterhin unsere Preise und unsere Qualität zu halten. Dabei geben wir günstige Einkaufsbedingungen (danke an Patrick, den Chefeinkäufer und „Trüffelschwein“) bei gleichbleibender Marge auch an euch weiter. Gleichzeitig kauft ihr unverpackt nur die Mengen ein, die ihr benötigt. Unterm Strich könnt ihr bei uns der Inflation sogar ein Schnippchen schlagen. Also jedenfalls ein bisschen. Probiert es gerne mal aus.

 

Eine Antwort

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