Vor dem Kochen

Erstmal aufräumen

Im September sind Schlemmen, Geld sparen und dabei noch Klima und Umwelt schonen unsere Themen. Aber bevor es an die Rezepte geht, werden wir erst einmal die Vorräte überprüfen, aufräumen und Kühl- und Gefrierschrank ordnen, denn hier kann man richtig Geld sparen.

Hand auf‘s Herz, hast du einen Überblick über deine Vorräte? Weißt du, welche Schätze sich in Kühlschrank, Gefrierer oder Vorratsregal verbergen? Reis, Nudeln, Hülsenfrüchte, Gewürze, Konserven, alles auf dem Schirm? Vermutlich geht es euch wie uns, manches ist bereits beschriftet, anderes durchaus verbesserungswürdig. Dann lasst uns einfach gemeinsam dran arbeiten …

Vorratsschrank

Genussvoll schlemmen, dabei den Geldbeutel schonen und möglichst den ökologischen Fußabdruck verkleinern, das ist unser Thema im September. Und dazu gehört eben auch als allererstes eine Bestandsaufnahme. Nimm dir Stift und Block oder eine App (z. B. Pantrist, HNGRY  oder NoWaste) als Hilfsmittel und notiere deine Vorräte (vielleicht sogar mit MHD). Schnell wirst du so herausfinden, was zu den „Regalträumern“ gehört, was doppelt und dreifach da ist oder was fehlt. Ich bin ehrlich und muss gestehen, dass ich unseren Vorratsbestand nicht erfasst habe, da wir zu mehreren die Küche nutzen, Vorräte verbrauchen und einkaufen (Und leider bin nur ich solch ein Monk, der eine  Vorratsliste immer up to date halten würde ;-). Dafür beschrifte ich aber jedes Glas mit Labelmaker (geht natürlich auch mit Edding), so dass auf einen Blick in den Schrank klar ist, ob Schwäbische Linsen oder Za’atar vorrätig sind.

Gefrierschrank

Eingefrorene Behältnisse solltest du immer beschriften, sonst weißt du später nicht was drinnen ist und dann wird es auch nie wieder aufgetaut. Ich spreche hier aus Erfahrung 😉 Kürbissuppe oder Apfelmus? Sehen in gefrorenem Zustand gleich aus und riechen beide nach nichts. Da werden unbeschriftete Behältnisse schnell zu echten Wundertüten. Ich beschrifte meinen Dosen mittlerweile mit Permanentmarker, denn oftmals halten Aufkleber nicht so gut. Der Permanentmarker lässt sich übrigens mit Desinfektionsmittel anschließend wieder gut entfernen.

Aufräumen und Sparen

Die Macht der Gewohnheit lässt uns manchmal einkaufen, obwohl wir nichts oder nicht viel brauchen. Klar schadet es überhaupt nicht, einen gewissen Vorrat zu pflegen, so kann man eben auch immer spontan etwas aus der Küche zaubern. Aber trotzdem sollten wir nicht vergessen, unsere Vorräte auch abzuarbeiten und beispielsweise eingefrorene Mahlzeiten aufzutauen und zu essen.

Zum Beispiel kann man nach erfolgter Bestandsaufnahme einen Tag in der Woche aussuchen, an dem – besonders wenn man wenig Zeit hat – ein aufgetautes Gericht gegessen wird. So leert man ein wenig den Gefrierschrank und kann dank des derzeit üppigen und preiswerten Angebots auf dem Wochenmarkt für Herbst und Winter neue Gerichte kochen und einfrieren.

Und mit dem jetzt guten Überblick fallen dir sicherlich auch erste Gerichte ein, die sich mit den Vorräten kochen lassen, und so füllt sich dein Einkaufszettel weniger aber sinnvoll.

Übrigens kannst du deine Ausgaben ebenfalls in einem Haushaltsbuch oder einer App (z. B. Money Manager, OnePeek oder Finfluence) notieren, um auch hier die Übersicht zu bewahren.

Und last but not least falls es Zweifel am Einsparpotenzial durch strukturierte Vorratshaltung gibt: Eine vierköpfige Familie entsorgt jährlich für knapp 1.000 € Essen.* Du siehst, allein hier gibt es schon jede Menge Einsparpotenzial.

Los geht’s. Teilt eure Erfahrungen gerne in den Kommentaren mit uns oder verwendet den Hashtag #leckerpreiswertvegan für eigene Beiträge in den sozialen Medien.

*Umweltbundesamt, Wider die Verschwendung, 2020

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