Linsengemüse

Alles kinderleicht?

Einkaufen im Unverpackt-Laden

Manchmal vergessen wir, dass für manche das Unverpackt-Einkaufen völlig neu ist und dieses Einkaufserlebnis viele Fragen aufwirft. Hier kommen ein paar Antworten.

„Unverpackt einzukaufen ist doch kinderleicht! Oder?“ – nun ja, wenn man es regelmäßig macht oder wie wir einen Laden besitzt, dann bestimmt. Darüber hinaus vergisst man oft, dass für manche dieses Einkaufserlebnis völlig neu ist und dass die vielen Fragen, die sich bei denjenigen auftun, vielleicht auch ein Hindernis sind, zu uns zu kommen.

Deshalb beantworte ich wirklich gerne und so gut ich kann die Fragen, die mir auf Instagram von einer potentiellen Kundin gestellt wurden (Bild rechts) und gebe Tipps für einen Einkauf bei uns.

  • Wenn ihr die Möglichkeit habt und eh in der Nähe wohnt, schaut doch einfach ganz unverbindlich im Laden vorbei. Und mit unverbindlich meinen wir wirklich unverbindlich. Wir freuen uns über alle, die sich für das Konzept Unverpackt-Einkaufen interessieren. Niemand muss beim Betreten des Ladens etwas kaufen! Also, verschafft euch einen ersten Eindruck von uns und unserem Sortiment (letzteres findet ihr ebenfalls auf der Webseite) und fragt uns Löcher in den Bauch. Dafür sind wir da!
  • Jede Küche und Speisekammer sieht unterschiedlich aus, deshalb ist es schwierig, Empfehlungen für den Einkaufszettel zu geben. Gute Lagerartikel sind natürlich Nudeln, Reis und Bohnen. Andere benötigen Getreide oder Mehl, Knabbereien oder Nüsse, Müsli oder Trockenfrüchte. Vielleicht einfach mal Zuhause schauen, was zur Neige geht, zu 99 % bekommt ihr das bei uns auch lose.
  • Mengenmäßig ist alles möglich. Großfamilien gehen bei uns auch schon mal mit dem 4,5 kg Pfandeimer zarte Haferflocken aus dem Laden (Infos im Beitrag „Darf’s ein bisschen mehr sein?“), andere kaufen nur flott zwei Datteln für den Spielplatzbesuch. Bei uns muss man sich vom Verpackungsgrößen-Denken lösen. Das ist doch gerade das Tolle. Ihr kauft, was ihr braucht. In einem Rezept werden 50 g gemahlene Haselnüsse benötigt, dann kauft auch nur soviel. Zwei TL geräucherte Paprika? Kein Problem. Lediglich von Lagerartikeln (siehe 2. Punkt) kann man ja ruhig etwas mehr nehmen. Am Ende ist es natürlich auch davon abhängig, ob ihr euren Besuch bei uns wöchentlich oder alle drei Wochen einplant.
  • Da ihr ja bestenfalls eure eigenen Behältnisse zum Einkaufen mitbringt, könnt ihr natürlich auch mit leeren Verpackungen starten. Inspiration gibt da Bild 3 und unser Beitrag „Verpackungen im Unverpackt-Laden“. Die Packung Haferflocken ist leer? Mitbringen und auffüllen. Die Nudeltüte kann ebenfalls mit neuen Nudeln gefüllt werden. Spüli ist alle? Flasche mitbringen! Das gilt übrigens auch für Waschmittel.
  • Nach und nach ergeben sich dann vielleicht geeignetere Dosen oder Gläser, die vielleicht besser in eure Schränke und Schubladen passen. Aber wenn die Küche nicht gerade sowieso neu eingerichtet wird, sollte man erst einmal auf vorhandene Behältnisse zurückgreifen. Unser Schrank hat ziemlich hohe Fächer. Irgendwann stellten wir fest, dass sich die True-Fruits-Flaschen bestens für unsere Vorräte eignen. Mittlerweile sind sie sogar beschriftet. (Bild 4)
  • Manche Kundinnen oder Kunden beschriften ihre Gläser Zuhause mit der zukünftigen Füllung, dann entfällt der Einkaufszettel. Andere legen sich einen Einkaufskorb mit Gläsern oder einen Flaschenbeutel mit Unterteilung (dann klappert es nicht so) ins Auto.
  • Und last but not least gilt für den Einkauf bei uns der Spruch, der auch in unserem Flyer zu finden ist: Wir brauchen keine Handvoll Menschen, die Zerowaste perfekt umsetzten, wir brauchen Millionen, die es unperfekt machen!

In diesem Sinne freue ich mich über viele Neugierige, die sich auf das Abenteuer „Unverpackt-Einkaufen“ einlassen.

Fragen einer Kundin

Behälter zum Einkaufen (Beispiele)

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